FAQ
Fragen und Antworten zum Zusammenhang zwischen parodontalen Erkrankungen
und Herz-Kreislaufkrankheiten

Frage: Mein früherer Zahnarzt hat mit mir nie über Parodontose gesprochen. Mein neuer Zahnarzt hat mir jetzt gesagt, dass ich an mehreren Stellen Zahnfleischschwund habe. Er meint auch, dass einige Zähne entfernt werden müssen. Danach soll ich Zahnimplantate bekommen. Wie wirkt sich das auf meine Herzrhythmusstörungen aus?

Dr. John: Ohne genaue Befundaufnahme lässt sich nicht sagen, ob Zähne entfernt werden müssen. Grundsätzlich sollten Sie zuerst alle Entzündungen in den Griff bekommen, um auch Ihr Herz zu schützen. Das sollte durch eine gezielte Therapie beim Fachzahnarzt erfolgen. Im Anschluss sorgen regelmäßige Nachsorgebehandlungen dafür, dass Sie das Entzündungsgeschehen im Griff haben.
Wenn Zähne nicht mehr zu retten sind, können Zahnimplantate tatsächlich eine Alternative sein. Wichtig ist auch hier, dass zuerst alle Entzündungen beseitigt sind. Sonst bestünde die Gefahr, dass auch das Implantat zu wackeln beginnt. Außerdem wäre Ihr Herz weiter belastet.

Frage: Ich hatte vor drei Jahren einen Hinterwandinfarkt. Mit Medikamenten bin ich wieder gut eingestellt. Jetzt sollen zwei Zähne gezogen werden, die wackeln. Mein Zahnarzt hat mir gesagt, dass ich mich am besten stationär behandeln lassen soll. Was raten Sie mir?

Dr. John: Ihre Beschreibung deutet an, dass es bei Ihnen eine Verbindung zwischen einer Parodontitis (Wackelzähne) und der Herzerkrankung geben könnte. Ich empfehle Ihnen, alle Zähne von einem Fachzahnarzt (Parodontologe) untersuchen zu lassen: Es ist wahrscheinlich, dass auch andere Zähne von einer Zahnfleischentzündung befallen sind. Sie würden dann als nächste beginnen zu wackeln.
Das Zähneziehen muss nicht unbedingt stationär erfolgen. Wichtig ist jedoch, dass der Zahnarzt Sie als Risikopatient einstuft und z. B. die örtliche Betäubung entsprechend auswählt.

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